Neben Vanillekipferl und Lebkuchen sind Linzer Kipferl zu Weihnachten ein Muss! Hier ist aber beim Dressieren etwas Fingerspitzengefühl gefragt, denn es müssen immer zwei Kipferl zusammenpassen. Trotzdem sind sie keine Hexerei und machen echt was her!
Hier noch ein paar Tipps, um die Linzer Kipferl gelingsicher zu machen:
- Teig: Zu kalte Butter verbindet sich schlecht, zu weiche Butter macht den Teig instabil. Sobald keine Mehlschlieren mehr sichtbar sind, aufhören – sonst werden die Kipferl zäh.
- Aufdressieren: Gleichmäßige Größe dressieren, damit alle Kipferl gleichzeitig gar werden. Ausreichend Abstand lassen,
(mindestens 2,5 cm), da der Teig beim Backen leicht aufgeht. - Backen: Nicht zu dunkel backen, denn die Kipferl sollen hell bleiben – ein zarter goldener Rand reicht völlig aus.
- Füllen & Zusammensetzen: Kipferl vollständig auskühlen lassen, weil warme Kipferl brechen leicht und lassen die Marmelade verlaufen. Marmelade glatt rühren, damit sie sich sauber und leichter aufdressieren lässt. Mindestens eine Stunde durchziehen lassen – besser noch länger als kürzer.
- Tunken: Die Schokolade schonend (nicht zu heiß) schmelzen, da sie sonst stumpf (grau) wird. Kühle die Kipferl kurz nach dem Kühlen, damit die Glasur gleichmäßig anzieht.
- Aufbewahrung: Lagere die Kipferl in einer gut verschließbaren Dose, damit sie mehrere Tage frisch bleiben. Kühl lagern, aber nicht im Kühlschrank – sonst verlieren sie an Biss und Aroma.
Diese Materialien, Werkzeuge und Maschinen verwende ich in diesem Rezept:
- Sterntülle, nicht zu grob (meine hatte einen Durchmesser von 6 mm)
- Dressiersack (am besten aus Stoff)
- Küchenmaschine mit Schneebesen
- Teigkarte
- Backblech mit Backpapier
- Einwegdressiersack
Für die Linzermasse:
- 220g weiche Butter
- 80g Staubzucker
- 15g Vanillezucker
- Eine Prise Salz
- 1 Ei
- 300g glattes Mehl
Ansonsten brauchst du noch:
- Marillenmarmelade
- 200g Zartbitterkuvertüre
- 10g Kokosfett
- Heize zunächst den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor.
- Gib die Butter zusammen mit Zucker, Salz und dem Ei in die Küchenmaschine und schlage alles mit dem Schneebesen zu einem hellen, cremigen Abtrieb auf. Anschließend das Mehl nach und nach unterrühren, dabei nur so lange arbeiten, bis sich gerade eben eine glatte Masse ohne Mehlschlieren gebildet hat.
- Setze nun eine Tülle in einen Stoffdressiersack und fülle einen Teil des Teigs ein. Dressiere auf ein mit Backpapier belegtes Blech etwa 3,5 cm große Kipferl und achte darauf, zwischen den einzelnen Stücken mindestens 2,5 cm Abstand zu lassen.
- Backe die Kipferl 12–15 Minuten, bis sie am Rand leicht goldgelb sind. Danach vollständig auskühlen lassen.
- Drehe anschließend die Hälfte der Kipferl um und dressiere mit einem Einwegdressiersack etwas Marillenmarmelade auf die Unterseite. Setze die übrigen Kipferl darauf und lasse sie etwa eine Stunde durchziehen.
- Währenddessen die Zartbitterkuvertüre über einem Wasserbad schmelzen und mit dem Kokosfett verrühren. Tauche die Enden der Kipferl in die Kuvertüre und setze sie auf Backpapier ab. Stelle sie kurz in den Kühlschrank, bis die Schokolade fest geworden ist.
- Sobald die Kuvertüre angezogen hat, bewahre die Linzer Kipferl in einer gut verschließbaren Box auf.

